Gesundheit: Die richtige Portion Glück

Wissenswertes zum Thema Depression1,2,3,4,5

Als Depression bezeichnet man Verstimmungen in der jeweiligen Lebenssituation, die an Tiefe und in der Dauer über ein entsprechendes Maß von Gemütsschwankungen hinausgehen. Mit Verstimmungen sind gemeint: Denk- und Gefühlsstörungen, Antriebsstörungen, Wahrnehmungsstörungen, Ängste sowie körperliche Störungen. 

 

Kernsymptome

Die Depression zeigt sowohl körperliche als auch seelische Symptome. Zu den Kernsymptomen einer Depression zählen gedrückte Stimmung, Antriebs- und Energielosigkeit sowie Freud- und Interesselosigkeit. Sollten 2 von diesen 3 Anzeichen 2 Wochen lang bestehen, besteht hoher Verdacht auf eine Depression. Die Symptome sind jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

 

Die Ursachen der Depression

Oft führen mehrere Umstände zu einer Depression. Umstände, die zur Ursache einer Depression werden könnten sind u.a. folgende:

  • Gene
  • Charakter
  • Familiäre Situation
  • Geschlecht
  • Denkmuster
  • Fehlende Schicksalskontrolle
  • Stress und Lebenskrisen
  • Körperliche Leiden
  • Mangel an Sonnenlicht

 

Bei einer Depression besteht ein gestörtes Gleichgewicht gewisser, vom Körper produzierter Stoffe, welche man biogene Amine (z.B. Noradrenalin, Serotonin, Dopamin) nennt. Sie sind dafür verantwortlich, dass der vom Gehirn gesteuerte Körper richtig „funktioniert“.

Dabei ist eine Depression kein Joch, das man sein Leben lang tragen muss, kein Schicksal, das man erdulden, und keine Strafe, die man abbüßen muss. Die Depression kann man überwinden, es gibt ein Leben ohne sie. Eine Depression ist heutzutage sehr gut behandelbar. Nachfolgend möchten wir Ihnen ein paar allgemeine, zusätzliche Hilfestellungen für den Weg aus Ihrer Depression geben. Aufgrund der Vielfältigkeit sollten die Ursachen genau von Ihrem Arzt untersucht werden.

 

Möglichkeiten der Stressbewältigung2,6,7,8,9,10

Ein sehr wichtiger Schritt, die Schwere und die Symptome einer Depression zu verringern, ist der Abbau von Stress. Außerdem kann Stress direkt zur Depression beitragen oder sie auslösen. Das Auftreten einer Depression nach einer stressbeladenen Lebenskrise ist demnach 6-mal häufiger. Welche möglichen Wege zur Stressbewältigung Ihnen helfen können, zeigen wir Ihnen nachfolgend auf:

  • Entspannungsverfahren
    • Progressive Muskelentspannung
    • Autogenes Training
    • Yogaübungen
    • Tai Chi
    • Qigong
    • Biofeedback
    • Atemübungen
    • Moderne Hypnose
    • Sauna
    • Massage
  • Sport und Bewegung

  • Zeitmanagement

  • Ernährung

  • etc.

 

Ernährungsempfehlung bei Depression1,2,9

  • Regelmäßig essen
     
  • Ausgewogene, ballaststoffreiche (viel Obst, Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte verzehren) Ernährung
     
  • Verzehr von frischen, vollwertigen, biologisch erzeugten Lebensmitteln
     
  • Hochwertige, kaltgepresste und biologische Öle verwenden
     
  • Ausreichende Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren
     
  • Gewürze wie Kurkuma und Safran verwenden
     
  • Ausreichend trinken
  • Vermehrt Melissentee, Lavendeltee, Rosenblütentee, Johanniskrauttee und Süssholzwurzeltee
     
  • Alkoholkonsum meiden

 

Bewegungsempfehlung bei Depression1,2,8,9

Sport löst körpereigene Hormone (wie das Glückshormon „Endorphin“) aus, erhöht das Selbstvertrauen, lenkt von negativen Gedanken ab, löst Verspannungen und Ängstlichkeit, fördert das Gleichgewicht von Noradrenalin und Serotonin und steigert somit das allgemeine Wohlbefinden.

Trainingsempfehlung:

  • Ausdauersport: Radfahren, Aerobic, Walking, Joggen, Schwimmen, Wandern, etc.
  • Optimal sind 30-40 Minuten körperliche Anstrengung, 3-4x pro Woche

 


 

1Vgl. Schmidt, Robert; Lang, Florian; Thews, Gerhard; Physiologie des menschen mit Phatophysiologie, Springer Medizin Verlag, 29. Aufl., 2005, S. 918
2Vgl. Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen, Tag des Cholesterins: Sport erhöht HDL-Cholesterin um bis 10 Prozent , Online im Internet: http://www.lipid-liga.de/cms/images/stories/pdf/dgff%2004-2010%20presseinfo%20tag%20des%20cholesterins_sport%20erhoeht%20hdl_lang_mit%20interview.pdf, (05.07.2016)
3Vgl. Wimmer, Alexandra; Mit Muskelentspannung gegen Stress, Progressive Muskelentspannung, in: Medizin populär, 12/2014, S. A 1754- A 1762, hier S. A1754 - A 1759, Online im Internet: http://www.aerzteblatt.de/pdf/103/25/a1754.pdf, (05.07.2016)
4Vgl. Neurologen und Psychiater im Netz, Das Informationsportal zur psychischen Gesundheit und Nervenerkrankungen, herausgegeben von Berufsverbänden und Fachgesellschaften für Psychiatrie, Kinder und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik, Nervenheilkunde und Neurologie aus Deutschland und der Schweiz, Was sind Entspannungsverfahren?, Online im Internet: http://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/therapie/entspannungsverfahren/was-sind-entspannungsverfahren/, (05.07.2016)
5Vgl. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen, Behandlungsmöglichkeiten bei einer Depression, Online im Internet: http://www.gesundheitsinformation.de/behandlungsmoglichkeiten-bei-einer-depression.2125.de.html?part=behandlung-f4, (05.07.2016)
6Vgl. Hegerl, Ulrich; Niescken, Svenja; Depressionen bewältigen – Die Lebensfreude wiederfinden, Georg Thieme Verlag, 2007, S. 141-142, S. 146
7Vgl. Neumann, Bernd; Stress natürlich behandeln, Wie Sie Ihre innere Ruhe wiederfinden - alle Methoden von A bis Z, Humboldt Verlag, 2015, S. 24-27, S, 31-47, S. 73-80, 93-113, S. 124-133