Gesundheit: Die richtige Haltung

Das Wichtigste, das Sie für Ihren Rücken tun können, ist eine Körperhaltung einzunehmen, die eine minimale Belastung für Ihre Wirbelsäule bedeutet.1 Die zunehmende Technisierung, die zu immer weniger Bewegung, einer einseitigen Belastung sowie ungünstigen Sitzverhältnissen führt, und die Essgewohnheiten,wirken sich oft ungünstig auf unseren Rücken aus.

 

 

Die Folgen sind weitreichend. Der Bewegungs- und Halteapparat entwickelt sich nicht ausreichend, Dauerleistungen können dann nicht mehr erbracht werden. Zudem verkümmert die Muskulatur, was eine schlechte Haltung, eine Haltungsschwäche oder sogar eine Fehlhaltung zur Folge haben kann.2

 

 

Was bedeutet Haltung?

 

Die Haltung ist das Ergebnis eines ständigen Kampfes aufrichtender, aktiver Kräfte (Muskulatur) gegen die Schwerkraft. Sie ist die Art Ihrer Körperstellung bei allen Tätigkeiten während des Tages und beim Ruhen. Dabei ist die Haltung abhängig von den passiven (Knochen, Bänder) und aktiven (Muskeln) Haltevorrichtungen. Diese wiederum sind abhängig von der Erbmasse, dem Alter, dem Kräftevorrat sowie von der seelischen Verfassung.3

 

Wir alle kennen das Bild eines Soldaten, der „Haltung annimmt“: Augen geradeaus, Schultern zurück sowie Bauch und Gesäß eingezogen. Die Haltung des Soldaten sieht vielleicht gut aus, verstößt aber gegen eine der Grundregeln guter Haltung: Der Körper muss locker und flexibel sein, das heißt in „neutraler“ Position. Beim Soldaten hingegen ist alles steif und angespannt.4

 

 

Warum ist gute Haltung wichtig?5,6

 

Bei einer schlechten Haltung sind die Körperpartien nicht korrekt zueinander ausgerichtet. Die tonischen Muskeln (Muskeln mit hohem Anteil an roten Fasern) sind angespannt und ihre Gegenspieler überdehnt. Als Folge arbeitet keine der beiden Muskelgruppen effizient. Mit der Zeit werden die überdehnten Muskeln schwächer was zu Haltungsschäden führt und das Risiko für Rückenprobleme erhöht.

 

 

Bei der „idealen Haltung“ oder neutralen Haltung herrscht ein optimales Gleichgewicht zwischen Skelett und muskulären Kräften. Gute Haltung bedeutet ausgewogenen und natürlichen Druck auf die Gelenke. Die Muskeln sollten weder überdehnt noch angespannt sein.

 

Wie es Ihnen gelingt, Ihre „ideale Haltung“ einzunehmen,  wird Ihnen in den nächsten Ausgaben unseres Newsletters in umfassenden Beiträgen geschildert. Wir freuen uns auf zahlreiche Besuche!

 


 


1 Vgl. Sutcliffe, Jenny; Die Rückenbibel, Der komplette Ratgeber zur Vorbeugung und Heilung von Rücken-, Nacken- und Schulterproblemen, 2014, Stiebner Verlag, S. 148

2 Vgl. Wottke, Dietmar; Die große orthopädische Rückenschule, Theorie, Praxis, Didaktik, 2004, Springer-Verlag, S. 117

3 Vgl. Wottke, Dietmar; Rückengerechtes Verhalten, 2013, Springer-Verlag, S. 2

4 Vgl. Sutcliffe, Jenny; Die Rückenbibel, Der komplette Ratgeber zur Vorbeugung und Heilung von Rücken-, Nacken- und Schulterproblemen, 2014, Stiebner Verlag, S. 148

5 Vgl. Wottke, Dietmar; Rückengerechtes Verhalten, 2013, Springer-Verlag, S. 2

6 Vgl. Sutcliffe, Jenny; Die Rückenbibel, Der komplette Ratgeber zur Vorbeugung und Heilung von Rücken-, Nacken- und Schulterproblemen, 2014, Stiebner Verlag, S. 148