Erdapfel

Solanum tuberosum
Engl.: potato
Franz.: pomme de terre

Gesundheitsinformationen:

Der Erdapfel gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Sie besteht aus bis zu 80% Wasser und enthält zudem viel Vitamin C und Mineralstoffe wie z.B. Kalium. Eiweiß ist in der Erdapfel in geringen Mengen enthalten, allerdings ist dieses hochwertig. Lange Zeit galt der Erdapfel als sogenannter "Dickmacher". Dies wurde aber widerlegt, da der Erdapfel pro 100g nur 70 kcal enthält - weniger als eine vergleichbare Menge an Reis oder Nudeln.

Der Erdapfel bildet - um sich vor Schädlingen zu schützen - natürliche Gifte, die sogenannten Alkaloide (auch Bitterstoffe genannt). Diese befinden sich vorwiegend in der Schale aber auch in den Augen und Keimen der Erdäfpel. Auch grünlich gefärbte Stellen deuten auf einen hohen Alkaloidgehalt hin. Aus diesem Grund sollte man diese Teile der Erdapfel nicht in größeren Mengen verzehren.

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Inhaltsstoffe pro 100g (frisch gegart, geschält)

Erdapfel

Brennwert

70,3 kcal

Wasser

 79,6 g

Eiweiß

 2,0 g

Fett

 0,1 g

Kohlenhydrate

 14,6 g

Ungesättigte Fettsäuren

 0,1 g

Vitamin A

0,001 mg

Vitamin B1

 0,1 mg

Vitamin B6

 0,2 mg

Vitamin C

 12,3 mg

Vitamin E

 0,1 mg

Folsäure

 3,0 µg

Natrium

 2,0 mg

Kalium

0,341 g

Kalzium

 6,0 mg

Phosphor

 47,0 mg

Magnesium

 19,0mg

Eisen

0,4 mg

Zink

0,3 mg

Quelle: Ulmers großes Obst & Gemüse Buch; 2002

 

Tipps:

Erdäpfel sollten kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Am besten eignet sich dafür ein trockener und gut belüfteter Kellerraum (4 bis 6 Grad). Allerdings sollten Erdäpfel nicht gemeinsam mit Äpfel oder Birnen gelagert werden, da diese die Keimung bei dem Erdapfel fördern. Zum Einlagern bzw. Überwintern eignen sich allerdings nur mittelspäte bis späte Sorten (Ernte ab Mitte September). Erdäpfel sollten nicht in Plastikbeutel aufbewahrt werden, da sie darin leicht verderben.

Man unterscheidet mehlige, speckige sowie vorwiegend festkochende Erdäpfel.

Mehlige Erdäpfel haben einen höheren Stärkegehalt und zerfallen beim Kochen leicht. Sie sind für die Zubereitung von Püree, Knödel, Kroketten und Erdäpfelteig besonders geeignet.

Speckige Erdäpfel enthalten am wenigsten Stärke und behalten beim Garen ihre Struktur. Sie sind für Kartoffelsalat, Gratins, Aufläufe und Bratkartoffeln geeignet.

Vorwiegend festkochende Sorten sind Allrounder und man kann sie als Salz- oder Bratkartoffeln, für Suppen, Eintöpfe und Aufläufe verwenden.

Frühkartoffeln (Heurige) kann man zwischen Ende Mai und Anfang Juni beziehen. Diese haben ein feines Aroma und eine weiche Konsistenz und werden wegen ihrer dünnen Schale häufig mit der Schale gegessen. Besonders gut schmecken sie gekocht mit Salz und Butter. Heurige Erdäpfel sind nur beschränkt lagerfähig.